Die merkwürdig Verantwortung des Christoph Keese…oder wie ich Opfer demütige!

Dies ist als offener Brief zu verstehen:

Sie, Herr Christoph Keese, haben zwei Kinder und sind verheiratet. Sie sind beruflich engagiert und verantwortlicher Chefredakteur von WELT-Online. Sie sind erfolgreicher Buchautor. Ihr letztes Buch hatte den Titel: Verantwortung – jetzt.

Ihr Verlag nennt sie in einem Atemzug mit Heine. Das ist doch sehr vermessen und lächerlich ist es allemal! In ihrem Buch schreiben sie, dass sie das Prinzip Verantwortung vermissen. Verantwortung soll Spaß machen und befriedigen. Sie wollen Mut machen.

Wie ihre Verantwortung aussieht kann man in der aktuellen WELT-Online-Ausgabe sehen. Ein Kind wird missbraucht. Sie berichten darüber. Ein mehr oder minder intelligenter dpa-Fotograf macht ein Bild des Opfers – kein Bild der Täter.

Sie als Familienvater, Ehemann, Biedermann, Chefredakteur drucken dieses Opferbild!
Das Bild wurde amateurhaft retuschiert. Ehtisch und moralisch ist dies verwerflich. Sie sollten sich schämen. Darauf können sie nicht stolz sein.

welt_13_1.jpg

Die weiße Farbe wurde von mir hinzugefügt!

Wie schreiben sie: „Verantwortung sorgt für Befriedigung und ist möglicherweise die Antwort auf die Sinnsuche!“  Sorgt diese Berichterstattung bei Ihnen für Befriedigung?

Manfred Eigen (Chemie-Nobelpreisträger) sagte einmal: „Die Zustände in der WELT werden sich nicht durch Genveränderungen verbessern, sondern durch mehr Hirn.“

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Menschen

2 Antworten zu “Die merkwürdig Verantwortung des Christoph Keese…oder wie ich Opfer demütige!

  1. Unitari

    Bevor man wettert sollte man weiterdenken. Irgendwo bleibt die Intelligenz immer hängen und Eigentore fallen wie Regentropfen in diesem Sommer.

    Dazu zum Thema „Freiheit“ (schliesst auch die Meinungsfreiheit ein) dieses hier besonders treffende Filmzitat:
    „Freiheit ist Verbrechen, denn wer wirklich frei sein will, handelt radikal egozentrisch, stellt sich selbst über das Wohl der Gemeinschaft.“

    Wer das Wohl der Springer-VerlagsGemeinschaft so deart angreift, obwohl er selbst Teil dessen ist bzw war, ist ein potentieller Verb….. und wird zurecht ausgesondert.

  2. peace, meinungsfreiheit und so, würdevolle diskussion, produktiv nich destruktiv.

    genanntes film-zitat ist imho falsch. Freiheit bedeutet eben auch ‚frei sein‘ von dem Bedürfnis sich mit radikaler und egozentrischer Handlung über das Wohl der Gemeinschaft zu stellen.

    Freiheit ist damit utopisch, denn absolute Freiheit kann niemals erreicht sein, was nicht heißt dass wir nicht danach streben sollten.

    wir müssen! und auch ein stark eingeschränktes mediales aufgebot mit abstumpfendem content darf nicht davon abbringen. damit mein ich zum beispiel die bildzeitung. bei der welt bin ich mir da noch nicht ganz sicher, aber die tendenz geht in richtung bild. demnach steht der springer verlag der freiheit im weg! oO und auch ein hundertstes ‚jede wahrheit braucht einen mutigen der sie ausspricht‘ bringt mich nicht davon ab, vor allem wenn ich dann les: „grausamer Katzenmörder zerstückelt brutal süße kleine kätzchen..“ das ist schrecklich! aber was ist denn das für ein müll, damit eine seite in der zeitung zu füllen.. nur als beispiel.

    mfg, ich.

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