Hilde Domin…Nur eine Rose als Stütze

Nur eine Rose als Stütze

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.

NUR EINE ROSE ALS STÜTZE

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Gedanken zum Tag

Eine Antwort zu “Hilde Domin…Nur eine Rose als Stütze

  1. Katja Shek

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich benötige das Foto“Nur eine Rose als Stütze“
    von Hilde Domin. Können sie mir den Fotografen
    nennen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Katja Shek

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