Das kleine Weblog-Handbuch, Version 1.1

Zürich (jvo) Ein Weblog ist ein bisschen wie die Schwerkraft, erklärte mal ein Internet-Pionier: Es gibt Tricks, mit denen man die Schwerkraft überlisten kann, um zu fliegen – aber man muss wirklich alles richtig machen! „Das kleine Weblog-Handbuch, Version 1.1“ hilft bei den ersten Schritten – und darüber hinaus auf dem Weg zum erfolgreichen Blogger.

Das nachfolgende Inhaltsverzeichnis ist durch sogenannte Sprungmarken mit den entsprechenden Kapiteln verlinkt. Wenn Du auf Blogroll klickst, „springt“ der Cursor automatisch auf das Kapitel über die Blogroll – und mit einem Klick auf TOP natürlich wieder zurück zum Anfang.

Was ist ein Weblog?
Wie viele Weblogs gibt es?
Wie viele Leser haben Weblogs?
Welcher Charaktertyp bin ich?
Welches Weblog brauche ich?
Was möchte ich schreiben?
Welche Formen von Weblogs gibt es?
Welchen Namen hat mein Weblog?
Wie eröffne ich ein Weblog?
Text
Titel
Kategorien
Link
Crosslink
Blogroll
Permalink
Trackback – Rückmeldungs-Link
Referrer – Links zu meinem Weblog
Suchmaschinen – Technorati & Co.
Aggregator – der Newsticker der Blogosphäre
Ranking – Google PageRank & Co.
Unique Visitors – Leserzählung
RSS-Feed – Leserfütterung
You have to know the rules to break them

Blogtipps für Einsteiger

Was ist ein Weblog?

Die Bezeichnung Weblog setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen Web (für Internet) und Log (für Logbuch, eine journalartig geführte Aufzeichnung von Ereignissen). Abgekürzt wird es als Blog, die Autoren sind Blogger und die Gesamtheit aller Weblogs nennt sich Blogosphäre.

Ein Weblog ist eine Website mit regelmässigen neuen Einträgen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Der neueste Beitrag steht im Weblog immer zuoberst, ältere Beiträge findest Du geordnet nach Datum, Kategorien oder mit einer Volltext-Suche. Dazu gibt es viele Links zu anderen Weblogs oder Websites und eine Kommentarfunktion.

Mehr über Weblogs findest Du im Bloghandbuch, im Lexikon2 oder in der Wikipedia. Fortgeschrittenen Bloggern empfehle ich das Dossier „Wie mache ich mein Blog bekannt“.

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technorati, weblogs, april 2007

Wie viele Weblogs gibt es?

Die Medien kolportieren immer wieder die Phantasiezahlen der weltweiten Weblog-Suchmaschine Technorati, die mittlerweile 82 Millionen Weblogs zählt. Mittlerweile gibt aber auch Technorati zu, dass nur 20 Prozent dieser Blogs aktiv sind – 80 Prozent sind „Karteileichen“, in denen seit Monaten oder Jahren keine Beiträge mehr geschrieben wurden.

Eine echte „Volkszählung“ zumindest im deutschsprachigen Raum macht der Blogcensus: Eigens entwickelte Suchmechanismen durchkämmen das Netz nach deutschsprachigen Blogs. Dann werden Nicht-Blogs und Spam-Blogs „handverlesen“ aussortiert und regelmässig mit Hilfe ihrer RSS-Feeds überprüft, ob sie aktualisiert wurden. So werden nur die aktiven Blogs gezählt.

Die erste „Volkszählung“ läuft noch. Insgesamt rechnet Blogcensus mit 140.000 aktiven deutschsprachigen Weblogs. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahlen wären dies:

Deutschland: 120’600 aktive Weblogs
Österreich: 12’200 aktive Weblogs
Schweiz: 7.200 aktive Weblogs (deutschsprachig)

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Wie viele Leser haben Weblogs?

Erfolgreich bloggen will gekonnt sein. Das zeigt ein Blick in die deutschen und schweizerischen Weblogs. Die deutsche Statistik wurde gemäss Blogscout erstellt, die schweizerischen Zahlen sind Schätzwerte:

  • Deutschland
  • 62 Prozent haben 0 bis 100 Besucher pro Tag
  • 14 Prozent haben 101 bis 200 Besucher pro Tag
  • 13 Prozent haben 201 bis 500 Besucher pro Tag
  • 6 Prozent haben 501 bis 1.000 Besucher pro Tag
  • 5 Prozent haben über 1.000 Besucher pro Tag
  • Schweiz
  • 95 Prozent haben 0 bis 100 Leser pro Tag
  • 4 Prozent haben 101 bis 500 Leser pro Tag
  • 1 Prozent haben über 500 Leser pro Tag

long tail grafik

Man nennt diesen Effekt einen Long Tail, weil nur 5 Prozent der Blogger grosse Leserzahlen haben, während alle anderen mit weniger bis wenigen Lesern Vorlieb nehmen müssen und einen statistischen „Rattenschwanz“ bilden.

  • Warum solltest Du also ein Weblog beginnen, wenn Du vielleicht nur 10 Leser haben wirst?
  • Wie kannst Du ein Weblog starten, ohne die Fehler vieler anderer Blogger zu wiederholen?
  • Wie erreichst Du doch mehr als 50, 500 oder sogar mehr Leser pro Tag?

Diese Fragen möchte „Das kleine Weblog-Handbuch“ beantworten. In einfachen Worten und mit wenigen Fachbegriffen, die jeweils erklärt werden. Ohne tiefschürfende Medientheorie und hochtrabende Informatikpraxis ist es ein Ratgeber für Leser, die ihre ersten Erfahrungen als Blogger machen.

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Welcher Charaktertyp bin ich?

Blogger entsprechen einem repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung zwischen 20 und 50 Jahren. Mit einem kleinen, aber wichtigen Unterschied: Sie sind neugieriger und kommunikativer. Innerhalb der Blogosphäre gibt es vier Charakteren:

Der Textmensch

Der Textmensch möchte schreiben, sich anderen Menschen mitteilen und mit diesen diskutieren. Er spielt gerne mit Worten, ohne gleich ein neuer Thomas Mann oder Fjodor Dostojewski sein zu wollen (was nicht ausschliesst, dass diese Schriftsteller heute auch Blogger sein könnten). Der Textmensch kann über seine Familie schreiben, sein Hobby oder irgendein anderes Interessensgebiet. Gestaltung und Technik interessieren den Textmenschen nur soweit, wie er sie für seine Schreibleidenschaft braucht.

Der Sozialmensch

Der Sozialmensch möchte schreiben und sich anderen Menschen mitteilen, vor allem aber möchte er mit anderen Menschen diskutieren und aktiver Teil einer Gemeinschaft sein. Neudeutsch wird dies auch Community genannt. Der Sozialmensch findet darin eng vernetzte Gruppen, in denen über seine Familie, sein Hobby oder irgendein anderes Interessensgebiet diskutiert wird. Auch hier gilt: Gestaltung und Technik interessieren den Sozialmenschen nur soweit, wie er sie für seine Schreibleidenschaft und Diskussionen braucht.

Der Gestaltungsmensch und der Technikmensch

Für Gestaltungsmenschen und Technikmenschen ist das Weblog eine gute Möglichkeit, ihre Leidenschaft in einem spannenden Projekt in die Praxis umzusetzen. Darüber können diese beiden Charakteren stundenlang diskutieren und fundierte Beiträge schreiben. Sie freuen sich auf die ästhetische oder technische Gestaltung ihrer Weblogs bis ins kleinste Detail und bringen dafür gute HTML-Kenntnisse mit.

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Welches Weblog brauche ich?

So unterschiedlich die menschlichen Bedürfnisse der vier Charakteren sind, so unterschiedlich sind ihre technischen Bedürfnisse. Da gibt es einerseits die so genannten „stand-alone“-Softwarepakete wie WordPress oder MovableType. Mit diesen kannst Du so ziemlich alles tun und lassen, was Du willst.

Für die meisten Blogger sind diese Softwares aber zuviel des Guten – für sie sind die einfach zu handhabenden Angebote von verschiedenen Weblog-Dienstleistern wie geschaffen.

Die meisten Weblog-Dienstleister sind auf den ersten Blick kostenlos – was aber mit lästigen Werbeeinblendungen „bezahlt“ werden muss. Werbefreiheit, ausreichender Speicherplatz etc. sind meist kostenpflichtig, weshalb „kostenlose“ Weblogs eigentlich Test- oder Lockvogelangebote sind.

Bei lexikon2 und bei Bloganbieter kannst Du die wichtigsten Weblog-Dienstleister im deutschsprachigen Raum kennenlernen und Dich detailliert informieren. Wir beschränken uns auf eine kleine Übersicht geeigneter Weblog-Dienstleister für unsere vier Charaktertypen.

Für Textmenschen: kaywa.com

kaywa.com ist vor allem für Textmenschen zu empfehlen. Das Zürcher Unternehmen verlangt für seine Arbeit typisch schweizerisch von Anfang an eine Jahresgebühr. Das Weblog ist aber supereinfach und narrensicher.

Bei kaywa.com kannst Du Dein Weblog auch ohne eigenen Webspace unter der eigenen Internet-Adresse eröffnen, was ich empfehle. Nicht ist ärgerlicher, als nach einem halben Jahr vom sperrigen http://www.krusenstern.kaywa.ch zum schöneren http://www.krusenstern.ch zu wechseln – und damit über Nacht alle gesammelten Links zu verlieren. Dafür hast Du bei kaywa.com nur wenige Möglichkeiten, Dein Weblog zu gestalten. Angesichts der oft grauenhaften Layouts in der Blogosphäre muss das aber kein Nachteil sein.

Premium-Abonnement 99 Franken (65 Euro) pro Jahr
Small Business-Abonnement 250 Franken (160 Euro) pro Jahr

Für Sozialmenschen: livejournal.com

livejournal.com unterscheidet sich von den anderen Weblog-Anbietern durch seine sehr starke Betonung der Gemeinschaft als soziales Netzwerk. Die Bedienung ist sehr einfach, die Gestaltungsmöglichkeiten sind aber ebenso sehr beschränkt und – wichtig zu wissen – bei livejournal.com können nur Mitglieder kommentieren! Das hält mich von Kommentaren ab, obwohl viele russische Blogger in livejournal.com bloggen.

Kostenlos!

Für Gestaltungsmenschen und Technikmenschen: twoday.net, blog.de, blogger.de, blogger.com

twoday.net (von der Wiener Multimedia-Agentur Knallgrau) hat eine einfache Software und bietet eine gut vernetzte und aktive Gemeinschaft sowie einen sehr guten Support. twoday.net ist aber mit vergleichbaren Leistungen teurer als die anderen Dienstleister.

Basic-Abonnement 60 Euro pro Jahr
Advanced-Abonnement (mit eigener Internet-Adresse) 240 Euro pro Jahr

blog.de ist komfortabel mit schöner Optik und bietet eine gut vernetzte, aktive Gemeinschaft. blog.de ist mit vergleichbaren Leistungen preislich günstig.

Pro-Abonnement 40 Euro pro Jahr

blogger.de ist werbefrei und bietet eine sehr gut vernetzte, aktive Gemeinschaft. Für Anfänger ist blogger.de aber sehr kompliziert und bietet keinen Support.

Kostenlos!

blogger.com (von Google) bietet sehr umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, eine supergute und einfache Software sowie (auf Deinem eigenen Webspace) eine eigene Internet-Adresse. Eine deutschsprachige Gemeinschaft sucht man hier aber vergeblich.

Kostenlos!

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Was möchte ich schreiben?

Genug von der Technik, jetzt geht es um den Inhalt! Natürlich kannst Du einfach drauflos bloggen, das tun mehr als genug Blogger. Sinnvoller ist aber ein kurzes Nachdenken darüber, was Du heute und in Zukunft schreiben möchtest. Das hilft Dir auch, einen guten Namen für Dein Weblog zu finden (siehe „Wie finde ich einen guten Namen?“). Einen Anhaltspunkt darüber, über was man alles schreiben kann, bieten die wichtigsten Formen von Weblogs.

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Welche Formen von Weblogs gibt es?

Weblogs können nach verschiedenen Merkmalen charakterisiert werden: Nach Medientypen, nach der Organisationsform des respektive der Publizierenden und nach der inhaltlichen Gattung.

Medientypen

  • Textblog: Ein Textblog ist ein Weblog, das (mehrheitlich oder ausschliesslich) Textbeiträge enthält.
  • Fotoblog: Ein Fotoblog ist ein Weblog, das (mehrheitlich oder ausschliesslich) Fotobeiträge enthält.
  • Moblog: Ein Moblog ist ein Weblog, das von einem mobilen Telekommunikationsgerät, normalerweise einem Mobiltelefon oder PDA, mit Inhalten gefüllt wird. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern Wörtern mobile (englisch für Mobiltelefon) und Blog. Genau genommen ist ein Moblog kein eigener Medientyp, sondern eine Art der Übermittlung des Inhalts durch mobile Kommunikationmittel.
  • Audioblog: Ein Audioblog ist ein Weblog, das (mehrheitlich oder ausschliesslich) Audiobeiträge enthält.
  • Vlog: Ein Vlog ist ein Weblog, das (mehrheitlich oder ausschliesslich) Videobeiträge enthält. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern Video und Blog.
  • Linkblog: Ein Linkblog ist ein Weblog, das ausschliesslich Links enthält. Diese werden üblicherweise nur durch Tags bzw. Schlagworte annotiert oder in Kategorien sortiert, aber nicht ausführlicher kommentiert. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern Link und Blog.

Organisationsform

  • Privates Blog: Ein Privates Blog wird von einer Privatperson geführt. Es ist die häufigste Form eines Weblogs.
  • Corporate Blog: Ein Corporate Blog wird von einem Unternehmen, einer staatlichen Stelle oder einer nichtstaatlichen Organisation NGO geführt und ist mit deren Logo und/oder Namen klar als Kommunikationsinstrument des Inhabers deklariert. Corporate Blogs können verschiedene Funktionen haben, vom Knowledge-Blog über das Projekt-Blog bis zum Krisen-Blog.

Sowohl das Private Blog als auch das Corporate Blog können als Einzelblog oder Gruppenblog geführt werden.

Beide Formen können zudem über eine restriktive Schreib- und Leseberechtigung auch nur einem beschränkten Publikumskreis zugänglich gemacht werden. So sind zum Beispiel ein Knowledge-Blog oder ein Projekt-Blog ausschliesslich den Mitarbeitern eines Unternehmens oder sogar nur einer Abteilung respektive einer Projektgruppe zugänglich.

Inhaltliche Gattung (Beispiele)

  • BildungsBlog oder EduBlog: Bildung und Erziehung wie in der Medienpraxis.
  • Foodblog oder Kochblog: Rezepte, Lebensmittel, Kocherfahrungen wie im Kochtopf.
  • Journalistisches Blog: Berichterstattung über aktuelle Themen wie bei ContentNext.
  • LawBlog: Rechtspraxis und Rechtswissenschaft wie im LawBlog.
  • LitBlog: Literatur wie im Literaturcafé, in Literaturwelt oder im Literaturnetz.
  • ÖkoBlog: wie das nachhaltigBeobachtet-Blog.
  • StadtBlog oder LokalBlog: Ein Blogger-Netz berichtet über eine Stadt, einen Stadtteil oder eine bestimmte Region. Hier findest Du gute Beispiele für StadtBlogs.
  • WahlBlog oder AbstimmungsBlog: Politische Wahlen oder Abstimmungen wie beim NZZ-Votum-Blog.
  • WarBlog: Blog aus Krisen- und Kriegsgebieten wie in den legendären Weblogs SalamPax (neu bloggt er unter justzipit und Riverbend (Flussbiegung) aus Bagdad.
  • WatchBlog: Beobachtung von Medien oder Unternehmen wie im Bildblog oder das mittlerweile eingestellte NestleSuisseRealBlog, welches den Cailler-Skandal lancierte.
  • Wundertüten oder Tumblelog: Unstrukturierte Veröffentlichung von Links, Bildern, Zitaten.

Mit Ausnahme der Wundertüten-Weblogs sind die meisten Formen so genannte FachBlogs, weil Du als Blog-Autor in Deinem Thema ein Experte bist (oder zumindest sein solltest). Du kannst in einer Breite und Tiefe (!) schreiben, wie sie ein Wundertüten-Weblog und auch die Mainstream-Medien wie Zeitungen, Radio und TV nie bieten können! Dadurch bekommst Du eine Unique Selling Proposition, USP, also ein Alleinstellungsmerkmal, was sich wiederum bald einmal in den Leserzahlen äussern wird, denn überspitzt formuliert:

  • Die 95 Prozent Wundertüten-Blogger haben 5 bis 50 Leser pro Tag
  • Die 5 Prozent Monothematik-Blogger haben 50, 500 und mehr Leser pro Tag

Ein Beispiel zeigt: Es gibt im deutschsprachigen Raum vielleicht 140.000 Weblogs, davon sind nur eine Handvoll Russland-Blogs mit einer treuen Leserschaft bis 500 Leser pro Tag. Mit ein bisschen Mühe (oder vielmehr Spass am Schreiben) findest Du in Deinem Interessensgebiet schnell eine treue Leserschaft. Es lohnt sich also für Dich, ein gutes Thema zu finden und zu pflegen. Mit Lesern macht Schreiben einfach mehr Spass.

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Welchen Namen hat mein Weblog?

  • Such Dir für Dein Weblog einen Namen aus, der einfach auszusprechen und einfach zu merken ist.
  • Wenn der Name trotzdem ungewöhnlich ist, umso besser: Yahoo und Google sind dafür gute Beispiele.
  • Verwende „sprechende“ Namen wie nachhaltigBeobachtet oder Arlesheim Reloaded, dann bist Du auf der sicheren Seite.
  • Es kann aber auch ein Name sein, der eine doppelte Bedeutung hat: Der slawische Familienname Basic wird von den meisten Menschen englisch gelesen und bekommt dadurch eine ganz andere Bedeutung. Diesen Effekt nutzen sehr geschickt Robert Basic mit seinem bekannten Basic Thinking-Blog und Christian Leu mit seinem Leumund-Blog (wobei „Leu“ in der Schweiz auch für Löwe steht und dadurch sogar ein mehrfaches Wortspiel entsteht).
  • Vermeide Abkürzungen und negative Assoziationen, „MR2″ ist kein besonders guter Name für ein Weblog, weil es in Französisch wie „Merde“ ausgesprochen wird.
  • Verwende bildhafte Ausdrücke: Die wenigsten Menschen wissen, dass Krusenstern ein russischer Admiral und Weltumsegler war. Aber das Wort kann man sich gut merken und in Verbindung mit dem roten Stern des Logos ist sofort die Verbindung zu Russland hergestellt.

Wenn Du einen Namen für Dein Weblog gefunden hast, dann schau zuerst einmal bei switch.ch, denic.de oder einer anderen Registrierungsstelle nach, ob die Internet-Adresse nicht besetzt ist. Einen kurzen Blick noch in Google, ob Du vielleicht einen Markennamen verletzt, dann kannst Du den Namen Deines künftigen Weblogs testen. Frage Deine Freunde, Vereins- und Arbeitskollegen, was sie davon halten und welche Assoziationen sie dabei haben.

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Wie eröffne ich ein Weblog?

Das Eröffnen eines Weblogs funktioniert bei jedem Dienstleister ein bisschen anders. Wenn Du den dortigen Anweisungen folgst, dürfte dies allerdings das kleinste Problem sein. Und schon ein paar Minuten später kannst Du Deinen ersten Beitrag schreiben.

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Text

Ein guter Text braucht zuerst eine gute Idee und dann eine gute Dramaturgie. Stilistisch perfekte Sätze kommen in der Chronologie (beim Schreiben) und in der Priorität (beim Lesen) erst an dritter Stelle. Im Zweifelsfalle ist ein holprig geschriebener Adrenalinschub besser, als eine stilistisch perfekte Schlaftablette.

Die gute Idee musst Du selbst haben. Danach solltest Du Dir überlegen, ob Du damit einen Bericht, eine Reportage, ein Feature, ein Porträt oder ein Interview schreiben möchtest. Jede Darstellungsform hat ihre eigene Dramaturgie. Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, empfehle ich Dir die Wikipedia) oder noch besser das Buch „Einführung in den praktischen Journalismus“ zu lesen.

Es ist hier im doppelten Sinne des Wortes nicht der Platz für ein journalistisches Seminar, aber es schadet sicher nicht, nach dem Schreiben eines Beitrages kurz zu prüfen:

  • Ist der Titel ein Lasso (siehe „Titel“)
  • Ist der Text verständlich?
  • Ist er fehlerfrei?
  • Ist der Text solide und zusammenhängend?
  • Ist er (überwiegend) floskelfrei?
  • Stimmen die sprachlichen Bilder?
  • Werden Ton und Stil der Zielgruppe gerecht?
  • Ist der Text strukturiert (Absätze, Zwischentitel)?
  • Erfüllt er das Kommunikationsziel (Was möchte ich sagen…)?

Apropos strukturierte Texte: Du kannst bei längeren Beiträgen auch so genannte Sprungmarken setzen, so dass Du wie als Leser eines ellenlangen Beitrages von Zwischentitel zu Zwischentitel „springen“ kannst. „Das kleine Weblog-Handbuch“ ist zum Beispiel so aufgebaut. Wenn Du sehen möchtest, wie das funktioniert, kannst Du in Deinem Browser (zum Beispiel dem Internet Explorer) unter Ansicht auf Quelltext klicken, dann siehst Du alle HTML-Codes und kannst sie in Deinen Beitrag kopieren.

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Titel

Es ist immer wieder erstaunlich, was Blogger alles tun, nur damit kein Mensch ihre Beiträge liest. Stundenlang feilen sie an ihren Texten und setzen dann einen Titel darüber wie: „Bericht und Bilder“. Ähm, ja… was will uns der Blogger mit diesem suboptimalen Titel sagen? Dagegen liest man bei Titeln wie „La Russophobe – ein Weblog wie Dynamit“ oder „Machen Blogger die Journalisten überflüssig?“ sicher weiter. Merke: Ein Titel muss wie ein Lasso sein, er muss den Leser einfangen!

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Kategorien

Es gibt Weblogs mit nur 5 und solche mit 25 Kategorien. Die Anzahl Kategorien ergibt sich aus dem Thema und ich empfehle Dir, vor (!) Deinem ersten Beitrag einmal kurz nachzudenken und die Kategorien zu bestimmen. Mit guten Kategorien hilfst Du den Lesern (und Dir selbst), Deine Beiträge auch nach Monaten sofort zu finden. Nachträgliche Änderungen verursachen dagegen viel Arbeit und Ärger.

Im Krusenstern-Weblog haben sich die Kategorien wie von alleine ergeben. Ein Sonderfall ist dagegen, dass ich sie in Russisch schreibe. Mit ein bisschen Phantasie verstehen sie aber auch Deutschsprachige:

(B)Logbuch (für alle Beiträge rund ums Bloggen)
Biznes
Burokratiya i Budni (Bürokratie und Alltag)
Krim (Umstrittene Halbinsel zwischen Russland und der Ukraine)
Kuchnja
Kultura
Refleks
Rossija
Schweitsarija & Germanija
Sport
Ukraina

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Link

Links sind Verknüpfungen zwischen verschiedenen Webseiten, welche Informationen erschliessen und miteinander verbinden. Wenn ich in meinem Russland-Weblog von „Pelmeni“ schreibe, dann wissen wohl die wenigsten Leser, dass dies „russische Ravioli“ sind. Mit einem Mausklick auf den Link „Pelmeni“ (in den meisten Weblogs durch eine Unterstreichung und eine andere Schriftfarbe gekennzeichnet) führe ich die Leser zu einem interessanten Beitrag über diese köstliche Spezialität.

Mit einem Link kann ich aber auch die Quelle meiner Informationen offen legen. Bei meinem Russland-Weblog macht es einen Unterschied, ob ich eine Information von einer unabhängigen Stiftung oder von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti erhalte. Zusätzlich kann ich den Lesern sogar jeweils den Link zu einem deutschsprachigen Beitrag und dem gleichen Beitrag in Russisch anbieten.

Nicht zuletzt kannst Du in Deinem Weblog mit einem Link auf den Beitrag eines befreundeten Bloggers verweisen, der sich gerade mit demselben Thema auseinandersetzt. Dabei darfst Du nicht seine „normale“ Internet-Adresse verwenden, sondern den Permalink seines Beitrages (siehe „Permalink“).

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Blogroll
Die Blogroll (im Balken am rechten Bildschirmrand) hat im Prinzip dieselbe Funktion wie die Links in Deinen Beiträgen. Hier kannst Du die Verweise auf befreundete oder interessante Weblogs und Websites aber nach Kategorien geordnet „fixieren“. So kannst Du sie selbst einfach wieder finden und zeigst gleichzeitig Deinen Lesern, was Dich interessiert. Ich schaue bei einem neu entdeckten Weblog zuerst auf die Blogroll, dann kann ich es ziemlich schnell einordnen.

Du kannst zum Beispiel „Das kleine Weblog-Handbuch“ mit dem Permalink www.krusenstern.ch/p647.html in Deine Blogroll setzen, damit Du es sofort wieder findest, wenn Du neue Fragen hast. Wenn Du ein anderes Weblog in Deine Blogroll aufnimmst, kommst Du umgekehrt wahrscheinlich auch in die Blogroll dieses anderen Weblogs (siehe „Referrer – Links zu meinem Weblog“)

Eine Blogroll ist im Layout „fixiert“, aber nicht statisch in dem Sinne, dass sie nicht geändert werden kann oder soll. In meine Blogroll kommen deshalb jeden Monat bis 10 neue Links hinzu. Aber Achtung: Nicht übertreiben! Mehr als 100 Links in der Blogroll sind für die Leser unübersichtlich – und Google mag Dich dann auch nicht mehr. Die Suchmaschine glaubt dann, dass Dein Weblog eine „kommerzielle Link-Farm“ ist und lässt es in Zukunft links liegen. Deshalb „miste“ ich meine Blogroll immer am Monatsende aus. Das tut nur im ersten Moment „weh“, hebt aber langfristig die Qualität Deines Weblogs.

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Crosslink

Ein Crosslink ist eine Querverbindung innerhalb Deines eigenen Weblogs. Wenn ich zum Beispiel einen Beitrag schreibe mit dem Titel Ab Juli spricht das Internet auch Russisch, dann kann ich am Ende des aktuellen Beitrages auf andere Beiträge zu diesem Thema im Krusenstern-Weblog hinweisen:

Crosslinks:

Wird die sowjetische TLD-Domain .su (endlich) gelöscht?
Zum Trotz fördern die Russen die TLD-Domain .su
Meine Adresse ist die Sowjetunion
Warum ist die russische Wikipedia so klein?
Google lernt endlich Russisch!.

Nach meiner Erfahrung nutzen viele Leser die angebotenen Crosslinks, um sich in das Thema zu vertiefen. Zudem wird mit Crosslinking der PageRank (siehe „Ranking – Google PageRank & Co.“) von der Hauptseite des Weblogs auf die Unterseiten verteilt, das ist aber schon „höhere Mathematik für Blogger“. Man sollte es mit dem Crosslinking auch nicht übertreiben, fünf Crosslinks unter einem Beitrag sind wohl genug.

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Permalink

Ein Permalink heisst so, weil er permanent bestehen bleibt. „Wenn die Welt untergeht, Kakerlaken und Permalinks überleben!“ sagt ein jahrhundertealtes russisches Sprichwort.

Der Permalink führt die Leser auch nach Jahren genau auf den gesuchten Beitrag. Normalerweise findest Du ihn am Ende eines Beitrages. Er besteht immer aus Deiner Weblog-Adresse, die oft mit einer fortlaufenden Nummer ergänzt wird – alternativ mit dem Datum und dem Titel des Beitrages. „Das kleine Weblog-Handbuch“ hat beispielsweise den Permalink http://www.krusenstern.ch/p647.html.

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Trackback – Rückmeldungs-Link

Der Name Trackback (englisch für „die Spur zurückverfolgen“) sagt es schon: Der Trackback ist eine Art Rückmeldungs-Link in einem fremden Weblog. Wenn Du einen Beitrag zu einem interessanten Thema findest, über das Du selbst schreiben willst, kopierst Du den Trackback-Link (meist am Ende des Beitrages) und fügst diesen in Deinem eigenen Text in die Trackback-Zeile ein.

Kurz darauf taucht Dein eigener Artikel (respektive die ersten 255 Zeichen davon) in den Kommentaren des fremden Blogs auf. Klickt dort ein Leser auf den Trackback-Link, landet er ohne Umwege in Deinem eigenen Beitrag zum Thema. Das funktioniert auch mit einem manuellen Trackback, wenn Du in den Kommentar „von Hand“ den Permalink Deines Beitrages einfügst.

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Referrer – Links zu Deinem Weblog

Wenn Du regelmässig spannende Beiträge schreibst und in Deinem Interessensgebiet in anderen Weblogs mitdiskutierst, dann bekommst Du mit der Zeit so genannte Referrer-Links. Das sind Links, die von anderen Weblogs auf Deine Beiträge verweisen, Dir sozusagen die Referenz erweisen (womit auch der englische Fachbegriff dafür erklärt ist).

Zusätzlich kannst Du für Dich interessante Weblogs in Deine Blogroll setzen. Suche zuerst einmal einige Weblogs zu Deinem Interessensgebiet. Das funktioniert ganz einfach: Bei Technorati zum Beispiel das Stichwort „Russland“ im Fenster „search in blog directory“ eingeben und suchen. Dann erscheint eine Liste von (in diesem Falle) 48 verschiedenen Weblogs und darüber in kleinerer blauer Schrift von weiteren dazupassenden Suchbegriffen wie „Moskau“, „Putin“ und „Sibirien“. Immer geordnet nach „relevance“, „authority“ und „freshness“. Darunter sollten eigentlich genug Weblogs sein, welche Dein Interesse wecken und vielleicht sogar zur täglichen Pflichtlektüre werden.

Jedes dieser Weblogs hat auch eine Blogroll, in der Du wiederum neue Weblogs entdecken kannst. Die verrückteste Blogroll habe ich bisher bei „La Russophobe“ gefunden. Da müsste man schon fünf Bildschirme übereinanderstellen, um sie vollständig sehen zu können – was wiederum für meine These von maximal 100 Links in der Blogroll spricht (siehe „Blogroll“).

Suche Dir die für Dich besten Weblogs aus und setze sie auf Deine Blogroll. Dann heisst es abwarten und Tee trinken. Dazu solltest Du aber jeden Tag die Beiträge in Deinen neuen Lieblingsblogs lesen (siehe „RSS-Feeds“) und kommentieren, oder eigene Beiträge zum Thema schreiben und Trackbacks setzen. Langsam aber sicher wird dann auch Dein Weblog in der Blogosphäre verlinkt. Das siehst Du übrigens auch bei Technorati, wenn Du Dein Weblog dort kostenlos angemeldet hast.

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Suchmaschinen – Technorati & Co.

technorati.com ist bisher die beste Suchmaschine für über 82 Millionen registrierte Weblogs rund um die Welt und 1,5 Millionen neue Beiträge pro Tag. Um alle diese Beiträge in Echtzeit zu finden, lässt sich Technorati von den Bloggern jeden neuen Beitrag mit einem automatischen „Ping“ (einem „Pfiff“) melden.

Nach der kostenlosen und einfachen Anmeldung bei Technorati kannst Du einen kleinen Code in Dein Weblog einbauen, der unter anderem ein kleines grünes Technorati-Knöpfchen (Button) erzeugt. Mit einem Klick auf diesen grünen Button zeigt Dir Technorati Dein Ranking an (siehe „Ranking – Google PageRank & Co.“). Bei Krusenstern ist das zum Beispiel im Juli 2007 Rang 18.223 von 82 Millionen Weblogs mit derzeit 2.333 Links von 248 verschiedenen Weblogs. Unter dieser Anzeige siehst Du auch die letzten Referrer zum Deinem Weblog.

Ich checke meine Referrer bei Technorati jeden Tag. Schliesslich möchte ich wissen, wer mein Weblog liest und die Beiträge daraus zitiert. Dann kann ich darauf reagieren und vielleicht sogar selbst einen Kommentar im fremden Weblog schreiben, das mir die Referenz erweist.

Es gibt verschiedene Weblog-Suchmaschinen:

google blogsearch
technorati.com

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Aggregator – der Newsticker der Blogosphäre

Im Prinzip macht ein Aggregator nichts anderes, als die RSS-Feeds vieler Weblogs zu sammeln und so deren neueste Beiträge in eine chronologische Liste zu setzen. Aggregatoren oder Blogverzeichnisse können Weblogs nach Fachthemen durchsuchen, nach Ländern oder nach Sprachen. Bei allen Aggregatoren musst Du Dich selbst anmelden! Dies ist eine mühsame Arbeit, die sich aber lohnt! Hier findest Du einen Vergleich der Schweizer Aggregatoren von BloggingTom. Nachfolgend eine alphabetisch geordnete Auswahl verschiedener Aggregatoren im ganzen deutschsprachigen Raum:

blogalm.de
bloggerei.de
blogkarte.de
blogscout.de, grösster (?) deutscher Aggregator
blogug.ch, grösster Schweizer Aggregator
bloverzeichnis.eu
commonsense.com, Fach-Aggregator für Übersetzer, Marketing und Neue Medien
slug.ch
weblogliste.de

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Ranking – Google PageRank & Co.

Es gibt in der Blogosphäre die verschiedensten Ranglisten oder Ranking bezeichnet. Eines haben all diese Rankings gemeinsam: Sie sind so aussagekräftig wie der legendäre Fünfjahresplan in der früheren Sowjetunion. Das heisst, mit einem Ranking kann man alles beweisen, auch das Gegenteil.

Umgekehrt reizt es Dich als Blogger manchmal doch, Dein Weblog mit anderen zu vergleichen. Eine Möglichkeit dazu sind die bei der Weblog-Suchmaschine Technorati verzeichneten Links (siehe „Technorati & Co.“), dann gibt es noch den Google PageRank und viele andere Möglichkeiten.

In den Google PagRank „hievt“ Dich Google von alleine, dafür brauchst Du nur viel Geduld. Mit einem PageRank von 3 bis 4 bist Du schon gut dabei, 5 ist sehr gut und 6 bis 7 für ein deutschsprachiges Weblog so ziemlich das Höchste der Gefühle. Errechnet wird der Google PageRank nach einem Algorithmus, der mindestens so geheim ist wie die Formel von Coca Cola. Im Prinzip ist es aber so, dass Dein Weblog mehr Gewicht bekommt, je mehr andere Weblogs mit Gewicht auf Dein Weblog verlinkt sind.

Die automatische Anzeige des Google PageRanks kannst Du Dir im Firefox-Browser „einbauen“. Wenn Du einen anderen Browser benutzt, kannst Du von Fall zu Fall ganz einfach einen Google PageRank Check machen.

Sowohl bei Google als auch bei Technorati sind die zu Deinem Weblog führenden Links Deine Währung für Glaubwürdigkeit und Qualität – ein Konzept, über das sich trefflich streiten lässt. Ich persönlich finde die Leserzahlen (Unique Visitors) pro Tag mindestens so aussagekräftig, aber für diese gibt es leider noch keine standardisierte Zählmethode (siehe „Unique Visitors“).

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Unique Visitors – Leserzählung

Natürlich möchtest Du wissen, wie viele Menschen Deine Beiträge lesen. Wenn das nur so einfach wäre! Namics hat die verschiedenen Begriffe der Leserzahlen zusammengefasst. Uns interessiert aber nur der Unique Visitor: Ein Leser, der am selben Computer mit demselben Browser (weil dieser die Cookies speichert) mit derselben IP-Adresse am gleichen Tag Dein Weblog besucht.

Mit dieser Messmethode lassen sich die Leser ziemlich genau zählen. Nach meiner Erfahrung erhalte ich mit folgenden „Zählern“ relativ genaue Leserzahlen:

blogcounter.de
sitemeter.com
w3counter.com

103bees, Statistik zu Suchbegriffen, über die Dein Weblog gefunden wird (ist aber in den meisten Leser-„Zählern“ schon enthalten)

Diese „Zähler“ kannst Du kostenlos herunterladen und in Dein Weblog integrieren. Ein geniales Multifunktions-Instrument ist auch Google Analytics – wenn Du Dir bewusst bist, dass Google (wie wohl die anderen Anbieter auch) Deine Daten speichert.

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RSS-Feed – Leserfütterung

RSS-Feed ist die englische Abkürzung für „Really Simple Syndication“ („wirklich einfache Verbreitung“). Diese Abkürzung bringt die Sache auf den Punkt: Mit RSS-Feeds musst Du nicht jeden Tag Deine Lieblings-Weblogs von der Blogroll abklappern, um die neuen Beiträge zu lesen. Diese werden Dir sofort gesendet, sobald der Blogger seinen Beitrag gespeichert hat.

Dabei unterscheiden wir zwischen internen und externen RSS-Readern. Die internen RSS-Reader, der Name sagt es, sind in Deinem Explorer/Firefox/Mozilla-Browser integriert. Sie haben deshalb den Nachteil, dass Du sie nur auf Deinem Computer nutzen kannst. Die externen RSS-Reader musst Du auf einer Website irgendwo im Internet „füttern“, dafür hast Du überall Zugriff auf sie. Hier findest Du eine Liste von externen RSS-Readern und hier detailliertere Informationen über RSS-Feeds.
Die zwei bekanntesten externen RSS-Reader sind bloglines.com und der Google Reader. Ich persönlich bevorzuge jenen von Google, aber das ist reine Geschmackssache. Wenn ich ein neues Weblog entdeckt habe, kopiere ich die Internet-Adresse in das Feld „Add Subscription“ des Google Readers, klicke auf „Add“ – und schon erhalte ich automatisch jeden neuen Beitrag dieses Weblogs. Bei einigen Weblogs erhalte ich den ganzen Beitrag, bei anderen „nur“ die ersten Zeilen, so dass ich bei Interesse auf das Weblog klicken muss, um den Beitrag fertig zu lesen.

Ganz unten links, etwas versteckt, findest Du im Google Reader zudem den Link „Manage subscriptions“. Dort kannst Du Deine RSS-Feeds nach Themen ordnen, was sicher schon nach einer Woche nötig sein wird. Wenn Du die RSS-Feeds einmal entdeckt hast, wirst Du erfahrungsgemäss nicht genug davon bekommen. Ich selbst habe derzeit rund 150 RSS-Feeds abonniert, kenne aber Blogger mit 300 und mehr RSS-Feeds.

Die RSS-Feeds Deines eigenen Weblogs kannst Du übrigens auch zählen, zum Beispiel mit:

Feedburner

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You have to know the rules to break them

„Das kleine Weblog-Handbuch, Version 1.1“ ist hiermit abgeschlossen. Natürlich kannst Du auch genau das Gegenteil von all den Vorschlägen machen, aber „You have to know the rules to break them“ („Du musst die Regeln kennen, um sie zu brechen“).

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büroklammer, rot

„Das kleine Weblog-Handbuch“ erschien erstmals in der Version 1.0 am 10. April 2007 und wird laufend ergänzt sowie nötigenfalls korrigiert.

Diese Version 1.0 wird im Rahmen des Blog-Karnevals/Gruppen-Schreibprojektes „Blogtipps für Einsteiger“ von „UPLOAD, Magazin für digitales Publizieren“ veröffentlicht. Ich freue mich auf entsprechende Anregungen in den Kommentaren – und darauf, dass möglichst viele Blogger die Tipps aus dem „Kleinen Weblog-Handbuch“ erfolgreich in ihrem Weblog einsetzen.

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Eine Antwort zu “Das kleine Weblog-Handbuch, Version 1.1

  1. Es wäre sehr freundlich, wenn Du die Quelle zu diesem Beitrag erwähnen und verlinken würdest…

    http://www.krusenstern.ch/p881.html

    … denn Urheberrechte gelten auch im Internet. Ich möchte mit meinem Handbuch kein Geld verdienen – obwohl „Das kleine Weblog-Handbuch“ das Ergebnis von vielen durchgearbeiteten Nächten und Wochenenden ist – aber wenigstens als Autor erwähnt und verlinkt werden.

    Zudem hast Du „Das kleine Weblog-Handbuch“ zum Schluss einfach um zwei Abschnitte gekürzt und alle Links weggelassen. Dabei ist es gerade die Idee der Weblogs, dass sie den Lesern weiterführende Links anbieten.

    Jürg Vollmer

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