Vitamin C und fetthaltiges Essen

Über die Nahrung und über das Trinkwasser nimmt der Mensch Nitrate auf. Sie werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt und sind in ihrer ursprünglichen Form relativ unbedenklich. Allerdings können aus ihnen in säurehaltiger Umgebung, wie sie im Magen gegeben ist, Nitrosamine entstehen – und die sind krebserregend.

Normalerweise kann Vitamin C diesen Umwandlungsprozess bremsen, indem es Nitrat zu unschädlichem Nitritoxid umwandelt. Befindet sich neben Vitamin C aber auch eine gewisse Menge Fett im Magen, verändert sich die Lage: In dieser Konstellation fördert Vitamin C die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen sogar.

In einem Versuch kopierte ein Forscherteam die chemischen Prozesse im Magen und ermittelte die Produktion verschiedener Stoffe unter unterschiedlichen Bedingungen. Das Ergebnis: War das Milieu fettfrei, senkte Vitamin C die Nitrosamin-Entstehung um das Fünf- bis Tausendfache. Gleichzeitig blockierte es die Entstehung von Sauerstoff und Stickoxid.

Reicherten die Wissenschaftler das Milieu mit zehn Prozent Fett an, stieg die Nitrosamin-Produktion um das acht- bis 140-fache an. Der Grund: In Kombination mit Fett verwandelt sich das harmlose Nitritoxid erneut – und zwar in eine Vorstufe der gefährlichen Nitrosamine. Da Fettes besonders lange Zeit im Magen liegt, kann es auch Stunden nach dem Verzehr zu dem fatalen Zusammenspiel kommen.

Möglicherweise liefern die Versuche Anhaltspunkte dafür, warum großen Studien nie nachweisen konnten, das Vitamin C vor Krebs schützen kann.

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Eingeordnet unter Gesundheit

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