Sonntags um halb Acht – Die Begegnung mit einem Vogel

Es ist Sonntag. Tag des offenen Denkmals. Man(n) hat einiges vor an diesem wunderschönen Tag. Spannung, Neues und Unbekanntes soll entdeckt werden. Diesmal steht die alte Stadt Speyer im Focus. Ich will im Kaiser-Dom für einen Freund, den ich leider nicht kennen lernen durfte, ein Ritual durchführen.
Und es kommt wie immer ganz anders. Den Wecker nicht gehört – verpennt! Naja, ist ja Sonntag – Zeit genug. Trotz alledem – Gas gegeben, schnell das Frühstück verzehrt, unrasiert aber entspannt zum Bahnhof gefahren.

Mannheim Bahnhof. Der Zug nach Speyer ist pünktlich. Im 1. Klasse-Abteil sind noch einige Plätze frei. Es sitzen nur zwei ältere Herren drin. Beide sind um diese Zeit mit einem Manuskript beschäftigt. Ziehe mir das „Tibetische Totenbuch“ aus meiner Tasche und fange an zu lesen. Auf den älteren hat mein Buchumschlag anscheinend Wirkung. Er versucht öfters den Buchtitel zu entziffern. Denke mal, er hat es irgendwann geschafft. Das Buch ist auch keine leichte Kost, aber ungeheuer facettenreich und mit vielen Ansichten über das Leben. Paradox eigentlich.

22 Minuten später. Eine Haltestelle vor Speyer. Die Abteilbesetzer packen zusammen und gehen zum Ausgang. Schon seit einiger Zeit überlegt mein Hirn: “ Woher kennst du deinen Nachbarn?“ Jetzt fällt es mir ein. Er ist ein bekannter Vogel. Ich spreche ihn an und er freut sich. Er stellt sich auch gleich vor: „Bernhard Vogel“.

Was lernen wir vom Martin Buber: „Alles Leben ist Begegnung“. Und es ist gut unterwegs zu sein.


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