Monatsarchiv: Oktober 2007

Das Internet verändert unser Menschen-verhalten

Dieser Text ist die leicht gekürzte Fassung der Dankesrede, die Frank Schirrmacher, Herausgeber des Feuilletons der FAZ, anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2007 in Kassel hielt. Lesens- und besonders Nachdenkenswert!

Journalisten werden in amerikanischen Filmen gerne mit einem Stift hinter dem Ohr porträtiert, auch Lebensmittelhändler übrigens und Wettbürobesitzer. Kein besonders imposantes Werkzeug, also. Und doch hat es ausgereicht, von den ersten Ritzungen in Ton, die die Höhlenmenschen ausführten, bis zu Einsteins Relativitätstheorie, alles auszudrücken, was wir sind. Und es reichten Stift und Papier, um wie Joanne K. Rowling von der Sozialhilfempfängerin zur reichsten Frau Englands aufzusteigen.

Wer sich mit Fragen des Schreibens und Lesens befasst, redet auch von ABC-Schützen, die möglicherweise einmal die Welt aus den Angeln heben könnten. Das Problem ist nur: Es gibt kaum noch ABC-Schützen und das, was die Stifte einst leisteten, tun nun die Laptops. Beide Parameter zusammen beschreiben exakt, was wir die Krise der Medien nennen.

Jacob Ludwig Karl Grimm, geboren 1785, gestorben 1863; er steht am Beginn des großen Zeitalters der Erfindungen. Im Jahr seiner Geburt wird der mechanische Webstuhl erfunden, in seinem Todesjahr die Rollen-Rotationsmaschine für Zeitungen patentiert, und Henry Ford wird geboren. Mit Jacob Grimms Jahrhundert beginnt unwiderruflich die Epoche der Beschleunigungen. Es sind die Erfindungen, die Einst und Jetzt sortieren, eine Zeit vor der Elektrifizierung und eine Welt danach, eine Welt vor dem Automobil und eine Zeit danach.

Man muss das erwähnen, weil auch Grimm auf seiner Lebensbahn gemeinsam mit seinem Bruder eine eigene Erfindung macht: Er fand eine Luke in der Zeit, durch die man sich in die Welt des „Es war einmal“ befördern kann; durch die Märchen.

Eine andere Chronologie

Die Grimms geben so dem Leben bis heute eine andere Chronologie, gleichsam, als würde ein anderes Zifferblatt unter die Zeiger gelegt. Und in seiner Schrift „Über das Alter“ hält Jacob Grimm fest, wie subjektiv und veränderlich der Zeitbegriff immer war: „Unter unsern Vorfahren hergebracht war eine zusagende, progressive Berechnung des Menschenalters, wie sie ein Hausvater den ihm zunächst umgebenden Gegenständen entnehmen konnte. Ein Zaun währt drei Jahre, ein Hund erreicht drei Zaunes alter, ein Ross drei Hundes Alter, ein Mann drei Rosses Alter. . .“

Wir, fast alle noch Kinder des zwanzigsten Jahrhunderts, haben Geschichte abgelesen an den denen, die uns die Märchen vorlasen, Eltern und Großeltern. Sie waren Menschen, an deren Lebensanfang noch die Pferdekutsche und an deren Lebensende die Mondlandung stand, Kriege, Revolutionen und Inflationen gar nicht gerechnet. Weder unsere Eltern und Großeltern, noch die Älteren, mit denen ich sprach, vom hundertjährigen Hans-Georg Gadamer bis zum neunundneunzigjährigen Ernst Jünger, konnten wirklich erklären, wie sich das anfühlte, als die Gesellschaft in die technische Moderne katapultiert wurde. Sie behalfen sich mit dem Märchen-Ton: „Damals, als es noch keine Autos gab. . .“ Was war und sich nicht modernisieren konnte, stürzte über Nacht oder wurde in ein Museum verwandelt.

Anstehen vor Telefonzellen

Ich erkenne erst jetzt, dass sämtliche technische Revolutionen, denen ich ausgesetzt war, solche der Kommunikations- und Informationswelt waren. Versuchen Sie mal, die Frage Ihrer Kinder und Enkel zu beantworten: Wie sie denn war, die Welt als man sich vor Telefonzellen anstellen musste? Als es noch kein Fax, kein Internet oder Laptop gab. . . Eine Jugend mit nur zwei Fernsehsendern? Verabredungen, die man umständlich planen musste, weil es keine Möglichkeit gab, sich unterwegs zu verständigen? Zeitungen ohne Bilder auf der Titelseite?

Kann sich heute irgendein Journalist, Schreibender, ja Handelnder in diesem Land noch daran erinnern, wie er Informationen vor der Epoche der Suchmaschinen sammelte? Zum ersten Mal hat die Beschleunigung das Instrument des Berichtens und Erzählens, die Schrift und ihre Verbreiter, selbst betroffen. Erst 1994, das ist dreizehn Jahre her, tauchte zum ersten Mal das Wort „World Wide Web“ auf. Was wird in dreizehn Jahren sein? Manche glauben, der Prozess sei faktisch abgeschlossen und differenziere sich nur noch im Detail. Das halte ich für unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass die technologische Revolution sich überhaupt jetzt in der Gesellschaft selbst bemerkbar macht. Nachdem die Werkzeuge verändert wurden, verändern sich die Menschen.

Immer mehr Nichtleser

Die erste Generation, die seit ihrer Geburt vom Internet geprägt wurde, macht jetzt Abitur. Gleichzeitig steigt der Anteil an jungen Menschen, die bekennen, gar nicht mehr zu lesen, dramatisch an. Und man wende nicht ein, dass der Mensch auf den Vorgang des Lesens nicht verzichten kann. Das Gegenteil ist der Fall. Neben vielem anderen ist das Netz auch ein Medium, das in steigendem Maße Nicht- oder Fastnichtmehrlesen ermöglicht, und wer das nicht glaubt, schaue sich die Verfilmung von Archiven bis zu Gebrauchsanweisungen auf Youtube an.

Die Welt, die gerade nachwächst, wird schon in jungen und vielleicht sogar jüngsten Jahren Bilder und Filme gesehen haben, von denen wir uns gar keine Vorstellung machen. Mag sein, dass die Warnung vor jugendgefährdendem Schriften und Filmen in der Vergangenheit oft prüde und unrealistisch war. Doch was Kinder und Jugendliche heute unkontrolliert sehen können, ist pornographischer und gewalttätiger Extremismus, wie ihm niemals zuvor eine Generation ausgesetzt war, und gegen den man sich, zumindest als Jugendlicher, nicht immunisieren kann.

Vollständige Abstumpfung

Florian Henckel von Donnersmarck hat dies unlängst an dem amerikanischen Erfolgsfilm „Superbad“ illustriert. Der Film, als Teenie-Komödie annonciert, zeigt die erste Internetgeneration, die in ihrer eigenen Sprache spricht und darin ihr Bild von Frauen respektive Männern ausdrückt. Diese Sprache ist beängstigend roh, sie kommt aus den Bildern und handelt von den Praktiken, die diese Protagonisten in irgendwelchen Nischen des Internets gesehen haben. Bilder, die jeder, der sie einmal gesehen hat, nie wieder vergessen kann, es sei denn um den Preis vollständiger Abstumpfung.

Wir riskieren, die wenigen Kinder, die unsere Gesellschaft in Zeiten des demographischen Wandels hat, auf Dauer mit seelischem Extremismus zu programmieren, wenn wir nicht bald eine Debatte über pornographische und kriminelle Inhalte im Internet beginnen. Und wenn Sie die Infektionsausbreitung verfolgen wollen, zählen Sie, wie viele Tote neuerdings auch in Nachrichtensendungen oder Illustrierten gezeigt werden.

Die schönste Herausforderung

Ich möchte nicht missverstanden werden. Dies ist kein Kulturpessimismus. Gerade diese Beispiele zeigen, warum wir gebraucht werden und was geschieht, wenn man die vermittelnden Instanzen der großen Zeitungen ignoriert. Es gibt keine schönere Herausforderung für uns als diese: Nicht nur das Internet zu erobern, sondern auch gegenzuhalten und Optionen anzubieten.

Eine Option ist die Tageszeitung selbst, die von manchen allzu voreilig totgesagt wird – und zwar gerade von jenen mit Vorliebe, die von der Ausbeutung fremder redaktioneller Inhalte leben. Die Umlaufgeschwindigkeit von echten und halbseidenen Nachrichten im Internet ist enorm, und auf den ersten Blick kann man sie nicht voneinander unterscheiden. Sie tauchen ebenso schnell auf, wie sie verschwinden.

Die Zeitung liefert eine Haltbarkeit von mindestens 24 Stunden, und in ihren Kommentaren, Rezensionen und Kritiken will sie sogar vor der Nachwelt bestehen. Im Vergleich zum Internet ist sie ein retardierendes, also verzögerndes Moment in der gesellschaftlichen Kommunikation, und gerade deshalb wird sie immer unverzichtbar sein.

Gelehrte und X-Men

In Deutschland nennen wir das, was wir tun, „Qualitätsjournalismus“, und gemeint ist ein Journalismus der großen Zeitungen, der nicht nur auf Verlässlichkeit setzt, sondern auch einer redaktionellen Ausstattung bedarf, die diese Verlässlichkeit sichert. Zeitungen sind Qualitätszeitungen, weil sie auch dort analysieren, wo vorläufig kein „Markt“ im herkömmlichen Sinn existiert, in der Latenz, in den politischen, wirtschaftlichen und kulturen Tiefenschichten des eigenen Landes und der globalen Gemeinschaft.

Oft gleichen die Redaktionen dieser Zeitungen Gelehrten-Republiken mit X-Men-Einschlag. Wer glaubt, dass sich, wie in Amerika gesehen, Redaktionen von Zeitungen einzig nach Rendite rechnen sollten – womöglich einer, durch die ein Kaufpreis kompensiert werden soll – wird erleben, dass die Zeitung ihr Denken, ihre Kreativität und ihre Marktstellung verliert. Das kann – und das sei jenen gesagt, die in ihre Kalkulation schon den Qualitätsabbau einplanen – sehr schnell gehen.

Verzagte Chefetagen

Ich wundere mich manchmal über die Verzagtheit in manchen Chefetagen. Die großen, anerkannten Zeitungen haben, was alle anderen wollen: Autorität. Und wenn sie beherzt das Internet als Ergänzung begreifen, gewinnen sie die Zukunft, die die Pessimisten ihnen ausreden wollen.

Glücklicherweise sind wir in der F.A.Z. nicht in dieser Lage. Wir sind, wie alle anderen, durch schwierige Zeiten gegangen, die man fälschlich „Zeitungskrise“ nennt, die aber in Wahrheit eine Anzeigenkrise war. Am Ende ist es gelungen, aus der Krise sogar mit zwei Zeitungen hervorzugehen, der F.A.Z. und ihrer Sonntagszeitung. Ich sage das nicht, um uns zu rühmen und schon gar nicht, um die objektiven Probleme kleinzureden; ich sage es, weil die Zeitung lebt, im Print und im Internet.

Das Jahrzehnt des Qualitätsjournalismus

Jeder, der Augen hat zu sehen, wird erkennen, dass das nächste Jahrzehnt das Jahrzehnt des Qualitätsjournalismus sein wird; er schafft die Bindungskräfte einer medial disparaten Gesellschaft. Schon heute merken wir – und ich glaube, ich spreche damit auch für Kollegen aus anderen Häusern – dass die Durchschlagskraft, die der einzelne Artikel entfaltet, trotz Medienkonkurrenz ungleich größer ist als noch in den achtziger und neunziger Jahren. Das hat damit zu tun, dass in einem kommunikativen Chaos die verlässlichen Stimmen besser durchdringen.

Die, die sich nicht anstecken lassen, die ihre Qualität, also: ihre Inhalte unverändert lassen, werden sein, was diese Gesellschaft dringender benötigt denn je: der geometrische Ort, an dem die Summe des Tages und der Zeit gezogen wird.

Wir fühlen uns gewappnet. Und dennoch gibt es in Deutschland, anders als in allen anderen Staaten Europas, eine Asymmetrie, die nicht nur uns, die allen Zeitungen zu denken gibt. Je stärker der öffentlich-rechtliche Rundfunk ins Internet ausgreift, desto bedrohter werden die Zeitungen. Die öffentlich-rechtlichen Systeme haben begonnen, im Internet zu veröffentlichen; und das mit einem Etat im Rücken, der dem Staatshaushalt eines baltischen Landes entspricht. Sie verfassen Rezensionen im Internet, Kommentare und Tagebücher. Noch ist es nicht soweit. Doch wenn diese gebührenfinanzierten Angebote weiter ausgebaut werden, sind die Zeitungen, die sich durch den Markt finanzieren, wirklich bedroht.

 

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Eingeordnet unter Gedanken zum Tag, Menschen

Der eigene Tod und die positiven Gefühle

Menschen sind beim Gedanken an ihren eigenen Tod nur deswegen nicht vor Angst wie gelähmt, weil eine Art psychologisches Immunsystem sie davor schützt: Sobald sich jemand mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzt, beschwört dieser Abwehrmechanismus automatisch positive Assoziationen und Erinnerungen herauf, die den Schrecken kompensieren. Das haben zwei amerikanische Psychologen bei Tests mit insgesamt 430 Studenten gezeigt. Bewusst war den Studienteilnehmern ihre veränderte Gefühlslage dabei nicht – sie beschrieben ihre Emotionen vielmehr als „neutral“ bis „etwas negativ“.

Schon länger beschäftigen sich Psychologen mit der Frage, warum der Gedanke an den eigenen Tod zwar das Bewusstsein stark beschäftigt und auch Verhaltensänderungen auslösen kann, meist jedoch nur ein verblüffend geringes emotionales Echo hervorruft. Eigentlich, meinen die Forscher, müssten die Unausweichlichkeit und das Unbekannte bei einer Konfrontation mit dem Tod doch Angst oder sogar Panik auslösen, die den Betreffenden vollkommen lähmt. Dass das nicht der Fall ist, wird bereits seit einiger Zeit einem effektiven Schreckensmanagement des Gehirns zugeschrieben, einem psychologischen Immunsystem eben, das den Geist vor genau dieser lähmenden Angst schützt.

Wie es genau funktioniert, konnten Dr. Nathan DeWall und sein Kollege Dr. Roy Baumeister ( University of Kentucky )allerdings erst jetzt zeigen. Dazu teilten sie ihre Probanden in jeweils zwei Gruppen ein, von denen sich die eine mit dem eigenen Tod beschäftigen sollte – etwa durch Fragen wie „Was passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie sterben?“ oder „Stellen Sie sich vor, wie es sich anfühlt, tot zu sein“ –, während die andere an einen unangenehmen Zahnarztbesuch denken sollte. Anschließend hatten die Teilnehmer verschiedene Sprachtests zu absolvieren, die unbewusste Assoziationen verraten sollten. So ließen die Forscher die Probanden beispielsweise Wortfragmente vervollständigen, aus denen sich entweder ein emotionales oder ein neutrales Wort formen ließ. Ein Beispiel dafür wäre etwa der Wortstamm „glü-„, der entweder als „glühen“ oder als „glücklich“ interpretiert werden kann.

Alle Tests zeigten das gleiche Ergebnis: Hatten sich die Teilnehmer zuvor mit dem Tod auseinandergesetzt, neigten sie, ohne sich dessen bewusst zu sein, eher zu positiven Assoziationen. Das psychologische Immunsystem sorgt angesichts der heftigen Bedrohung durch den Schrecken des Todes also einerseits dafür, dass positive Informationen schneller zugänglich gemacht werden und dass sie andererseits über die negativen dominieren, erklären die Forscher. Etwas abgeschwächt lasse sich dieser Mechanismus auch bei älteren Menschen beobachten – auch sie konzentrieren sich umso stärker auf das Positive in ihrem Leben, je näher der Tod rückt.

Eine besondere Ausstellung zum Thema Tod gibt es im REM Mannheim.

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Die Sonne und Du – steh auf….

Die Sonne ist da,
Sie wird nicht müde
und steht jeden Tag von neuem auf.

Menschen stehen auf,
sie glauben an den neuen Tag.

Menschen sehen die Sonne aufgehen,
sie spüren die Wärme ihrer Strahlen,
und sie glauben wieder an das Licht.

Die Hoffnung ist da.
Es gibt noch Kinder mit lachenden Augen.
Es gibt noch viele Menschen
unter deren Haut ein Herz schlägt.

Mit jedem guten Menschen auf der Welt,
geht eine Sonne der Hoffnung auf.
Einander Hoffnung geben heißt:
einander Mut machen, einander Leben geben.

Wir können die Wüste nicht auf einmal verändern,
aber wir können anfangen mit einer kleinen Oase.
Wo eine Blume blühen kann,
werden eines Tages tausend Blumen stehen.

Fangen wir also an… jetzt gleich…,
es lohnt sich….

Steh auf…jetzt…

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Prof. Dr. Markolf H. Niemz und Lucy im Licht – Vortragskrititk

Was geschieht beim Übertritt vom Leben zum Tod? Gibt es überhaupt ein Jenseits? Gibt es eine Seele? Die Beantwortung dieser Fragen war bisher immer Glaubenssache. Doch jetzt hat sich ein Naturwissenschaftler mit diesem heiklen Thema auseinandergesetzt – und er kommt zu interessanten und staunenswertern Schlüssen. Auch bei der Präsentation seiner Erkenntnisse in der Thalia-Buchhandlung Frankenthal war dies so.

Prof. Dr. Markolf H. Niemz ist Medizintechniker und Physiker an der Universität in Heidelberg und neben seinen Forschungen zur Lasermedizin interessiert ihn ganz besonders ein bestimmter Grenzbereich zwischen Theologie, Philosophie, Medizin, Naturwissenschaft und Psychologie: der Tod…genauer gesagt das Sterben an sich.

Fazit: Das informierte Buch, die Kunstfigur Lucy und nicht zuletzt Prof. Niemz sind eine Bereicherung. Markolf Niemz gelingt es, nachdenkenswert zu argumentieren, das Leben / Tod fragend darzustellen und so gut zu „beweisen“, dass man glauben möchte, was er sagt.

Es waren hilfreiche und überzeugende Antworten. Es findet sich die Bestätigung dessen was die Naturreligionen, Zen und der tibetische Buddhismus seit langem kennen. Der Körper ist nur eine Hülle – die Reise ins Licht geht weiter.

Die Toten sind für uns oft ebenso lebendig, wie die Lebenden, allein, wir können sie nicht dazu bringen, es zu glauben….Tot zu sein bedeutet, nicht verstehen zu können, dass man lebendig ist. Auch dies wurde in dem Vortrag, mit sehr persönlichen und familiären Erfahrungen, eindrucksvoll dargestellt.

Diese Zeilen sind den Eltern von Prof. Niemz gewidmet. Aus Respekt und auch aus Dankbarkeit. Danke, dass aus ihrer Liebe ein Mensch hervorgegangen ist, der zur Lebensbereicherung vieler beiträgt….

Wir alle sind Blumen,
die in einem Universum
ihre Blütenpracht entalten.


Zur Seite von Lucy geht es hier.

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Achtsamkeit – Der gegenwärtige Moment

„Der gegenwärtige Moment ist der einzige Moment, in dem wir wirklich lebendig sind.“

Achtsamkeit heißt, alles, was im gegenwärtigen Moment geschieht, bewusst wahrzunehmen, ohne zu urteilen oder zu werten. Jeder kennt solche Augenblicke ungeteilter Präsenz, doch von Moment zu Moment wachsam und achtsam zu sein und diese Aufmerksamkeit über längere Zeit beizubehalten, ist leichter gesagt als getan.

Die meiste Zeit sind wir nicht präsent im gegenwärtigen Augenblick, sondern verlieren uns in einem fortwährenden Strom von Gedanken und Gefühlen, die sich hauptsächlich mit der Zukunft oder der Vergangenheit beschäftigen – mit Erinnern, Wünschen, Planen, Bedauern, Hoffen……

Achtsamkeit hilft, gegenwärtig zu sein, sich dem zuzuwenden, was hier und jetzt gegeben ist – von Augenblick zu Augenblick. Das bedeutet, sich der gesamten Bandbreite der Erfahrungen in gegenwärtigen Augenblick zu öffnen, um sie wahrzunehmen und zu erfahren, wie sie wirklich sind, ohne emotionale oder intellektuelle Bewertung oder Kategorisierung.

„Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern…. Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen“

(Jon Kabat-Zinn)

 

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Prof. Götz Werner beim Existenzgründungstag 2007

„Beim Existenzgründer ist vielmehr ein ahnendes Bewusstsein notwendig. Er muss voraussehen, was sein zukünftiger Kunde braucht, vom dem der selbst noch gar nichts weiß“, so Prof. Götz Werner im Eröffnungsteil seiner motivierenden Rede.

„Folgen Sie dem Polarstern der neuen Idee. Bei Ihrer ersten Liebe haben Sie sich auch von niemandem reinreden lassen, weil Sie gespürt haben, dass das richtig ist, was sie tun“.

„Das Gewordene – und sei es noch so erfolgreich – muss stets hinterfragt werden. Manchmal muss man dann umdenken und wer nicht denken will, fliegt raus – aus dem Wirtschaftsleben“, mit diesen Worten beendete er seinen Vortrag und begab sich noch auf einen Messerundgang.

Es gab auch einen sehr intensiven und vielversprechenden Meinungsaustausch mit Kanber Altintas ( deutsch-türkisches-Wirtschaftszentrums) aus Mannheim.

Prof. Götz Werner mit Kanber Altintas

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Stephan Kulle – Montag 22.10.2007 um 19 Uhr – Mannheim Ursulinen-Gymnasium

Aufgewachsen in der DDR, als junger Mensch Opfer eines schweren Autounfalls und inzwischen beliebter Fernsehmoderator und herausragender Vatikanexperte verknüpft Stephan Kulle behutsam eigene Erlebnisse mit eindringlichen Reflexionen über den Glauben und die Kirche. Er erzählt von alltäglichen und ungewöhnlichen Begegnungen, den Zweifeln an Gottes Allmacht – und er schreibt über Menschen, die ihm halfen auf der Suche nach Halt und Glauben. Ein beeindruckendes und bewegendes Zeugnis – das vielen Menschen Hoffnung und Antwort geben wird.

„Wir haben uns in meiner Sendung kennen gelernt. Ich fand seine Geschichte irrsinnig spannend. Der Mut, die Aufrichtigkeit und der Kampfeswille von Stephan haben auch die Zuschauer sehr bewegt. Ganz selten hatten wir nach einer Sendung so starke Resonanz und so viele Anfragen.“ Johannes B. Kerner

Warum wir wieder Glauben sollen

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