Monatsarchiv: November 2007

Rettet Weihnachten! – von Karl Kardinal Lehmann

Auch wenn viele Menschen in unserem Land nicht mehr aus dem christlichen Glauben heraus leben und in diesem Sinne das, was wir oft Säkularisierung nennen, sich in Herz und Sinn festsetzt, so behält wenigstens Weihnachten für die allermeisten einen Sinn. Ja, man hat manchmal den Eindruck, das Weihnachtsfest wird dann geradezu übersteigert, wenn und weil es für viele das einzige, wenigstens ihnen einigermaßen vertrautere Fest geblieben ist.

Die Werbung weiß natürlich darum. Mit Weihnachten kann sie immer noch sehr viele Menschen ansprechen. Dabei geschieht dies natürlich nur, um bestimmte Instinkte und Triebe des Kaufens anzusprechen. Die Wahrheit von Weihnachten wird nur in einer ganz bestimmten Richtung ausgenützt. Es geht um den Konsum.

Man hat den Eindruck, dass diese Verzweckung des Weihnachtsfestes immer noch weiter vorangetrieben werden kann. Man kennt hier kaum mehr noch Grenzen. Aus dem Adventskalender für Kinder blicken einem, wenn man die Türen und Fenster aufmacht, statt Engel Politikergesichter an. Schon im November werden nicht nur Advents-, sondern Weihnachtslieder gesungen. Die Botschaft des Evangeliums wird ja auch sonst schamlos ausgenützt, wenn z.B. eine Reklame für Mineralwasser mit dem abgekürzten Evangeliumswort „Nicht von dieser Welt“ arbeitet.

Weihnachten ist gewiss das am meisten missbrauchte, verweltlichte und entleerte christliche Fest. Weihnachten fällt für viele mit einem großen Jahrmarkt der Geschäftemacherei zusammen, wo eine konsumorientierte Welt den Höhepunkt des Jahres feiert. Sonst scheint Weihnachten eben noch eine Sache des wohlfeil-frommen-Gefühls zu sein, wo nicht selten eine vage wehmütige Kindheitserinnerung aufkommt, Rückkehrstimmung in eine meist versunkene, ferne und verlorene Heimat.

So ist es kein Wunder, dass viele dieses Geschäft und diese Gefühlsduselei auf die Nerven gehen. Sie haben den Eindruck, Weihnachten soll für einen Augenblick die brutale Wirklichkeit unserer Welt zudecken. Ist Weihnachten nicht ein zutiefst verlogenes Fest, das die Menschen nur deshalb brauchen, weil sie wenigstens für eine kurze Weile sich gerne betrügen lassen wollen über das, was ist?

Was kann man dagegen tun? Es gibt gewiss keine einfachen Rezepte oder schlichte Allheilmittel. Aber wenigstens Einzelne und besonders Familien können schon gegen den Strom schwimmen. Die Kirche hilft uns dabei durch das Kirchenjahr und viele Bräuche. Zuerst sollte man im Advent das Warten lernen. Man nimmt sich die Vorfreude, von der manche sagen, sie wäre die wahre Freude, wenn man schon zu Beginn des Advents oder gar noch früher das tut, was seinen Platz erst an Weihnachten hat. Dies gilt nicht nur für Kinder. Wir müssen uns gerade auf solche Feste vorbereiten. Es gibt vom Martinsfest über Nikolaus bis zum Adventssingen viele Gelegenheiten. Die Pfarreien, die Kindergärten und häufig auch die Schulen, Vereine und Verbände laden zu Besinnung ein. Man muss nicht alles mitmachen. Man findet immer auch Bundesgenossen, die ähnlich denken.

Die christlichen Feste sind geduldig und widerstandsfest. Sie lassen sich am Ende nicht so leicht aushöhlen. Ihr Geheimnis ist tief. Dies haben viele Jahrhunderte schon erwiesen. Und sie sind auch gnädig. Sie lassen jederzeit noch eine Umkehr zu und laden uns dazu ein. Es ist nie zu spät.

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Zum Bistum Mainz geht es hier.

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Wie die Zitrone die Wirkung vom Grünen Tee verstärkt

Grüner Tee mit einem Schuss Zitrone ist besonders gesund: Der saure Zitronensaft verhindert, dass im Tee enthaltene sogenannte Catechine schon während der Verdauung zerfallen, ohne dass sie ihre positive Wirkung entfalten können. Diese Antioxidantien mindern das Risiko, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln und Schlaganfälle zu erleiden. Neben Zitronensäure hilft auch das chemisch als Ascorbinsäure bezeichnete Vitamin C dabei, Catechine durch die Verdauung zu schleusen, haben Ernährungsforscher um Mario Ferruzzi von der Purdue-Universität in West Lafayette herausgefunden.

Die Forscher untersuchten in einer chemischen Apparatur, die Teile der Verdauungsprozesse simuliert, wieviel der Catechinmenge des grünen Tees unzerstört hindurchgelangt. Catechine machen einen Großteil der Trockenmasse des Tees aus. In den Umgebungsbedingungen des Darms sind sie allerdings eher instabil. Die Verdauungssimulation von Ferruzzi reduzierte die ursprüngliche Catechinmenge auf zwanzig Prozent. Gab der Forscher indes Zitronensäure, Ascorbinsäure, Saft von Orangen, Limonen und Grapefruit dazu, so stieg die verfügbare Wirkstoffmenge auf ein Vielfaches. Die Spitzenreiter waren dabei Tees mit einem Schuss Zitronensaft oder zugesetztem Vitamin C.

Ferruzzi rät Verbrauchern, einem Teeaufguss eine geringe Menge Zitronensaft oder Vitamin C zuzugeben, um einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen daraus zu ziehen. Bei abgefüllten Grüntee-Getränken sollten Verbraucher auch auf Zitronensäure oder Vitamin C als Zusatz achten. Allerdings ist die menschliche Nahrungsaufnahme komplizierter als die Simulation des Forschers, schränkt Ferruzzi ein. In weiteren Versuchen will er herausfinden, wieviel der Wirkstoffe auch tatsächlich im Körper des Menschen ankommt.

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Pestizide in Mandarinen – Ökotest-Bericht

Die Verbraucherzeitschrift „Öko-Test“ hat davor gewarnt, Mandarinen in einem herkömmlichen Supermarkt zu kaufen. Bei einer Untersuchung seien bei den meisten Früchten schwere Belastungen festgestellt worden, meldete die Zeitschrift am Sonntag vorab aus ihrer Dezemberausgabe.

Gift in Mandarinen

Besonders beanstandeten die Tester Früchte von Aldi Süd und Rewe. Eine Probe von Rewe sei so stark belastet gewesen, dass sie hätte vom Markt genommen werden müssen. Auch die Mandarinen von Aldi Nord, Edeka, Lidl und Plus seien jedoch mit Pestiziden und Schalenbehandlungsmitteln belastet gewesen, hieß es in dem Bericht. Die aufgezählten Läden bekamen daher das schlechteste Testurteil „ungenügend“.

Insgesamt prüften die Tester je drei Proben aus zehn großen Handelsketten sowie zwei Bio-Supermärkten. Dabei landeten dem Bericht zufolge die Früchte von Norma, Real und Tengelmann im Mittelfeld, wobei auch diese belastet gewesen seien, wenngleich nicht in ganz so hohen Mengen.

Als klare Gewinner bei „Öko-Test“ profilierten sich die beiden Bio-Supermarktketten Alnatura und Basic. An den dort angebotenen Mandarinen aus Spanien, Italien und Südafrika habe es nichts zu bemängeln gegeben.

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„Speed Dating“ für Innovationsideen: Heidelberger Innovationsforum

Das Heidelberger Innovationsforum fördert den Technologietransfer in Deutschland durch ein europaweit einzigartiges Konzept, das auf dem Open-Innovation-Paradigma aus Harvard beruht. An zwei Tagen werden ca. 50 IT-Forscher und 100 Unternehmer und Investoren gezielt in die Villa Bosch bzw. in das Palais Prinz Carl nach Heidelberg eingeladen, um dort Technologietransfergeschäfte anzubahnen.

Suchen Sie nach neuen IT-Lösungen, um Kosten zu senken oder neue Märkte zu erobern? Dann besuchen auch Sie das Heidelberger Innovationsforum!

Die internationale Veranstaltung findet am 27. und 28. November 2007 komplett in englischer Sprache statt.

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Eingeordnet unter Uncategorized, Veranstaltungen, Wirtschaft

Vogelfutter ist für schwere Allergien verantwortlich- Ökotest Bericht

Vogelfutter ist ganz offensichtlich eine der Hauptursachen für die Verbreitung der hochallergenen Ambrosia-Pflanze: Von 18 untersuchten Produkten waren lediglich drei gänzlich frei von Ambrosia-Samen, warnt das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST.

Wer das belastete Vogelfutter etwa im Garten verstreut, muss damit rechnen, dass er sich die problematische Pflanze vor die Haustüre holt – und sie kaum wieder loswird.

Das wird viele Verbraucher überrraschen: Ausgerechnet im Fressen für die Piepmätze steckt die Ursache für schlimme gesundheitliche Probleme. Denn Ambrosia-Pollen gelten als die potentesten Allergene weltweit. Eine Pflanze kann bis zu einer Million davon produzieren. Und schon geringste Dosen reichen aus, um bei Allergikern Heuschnupfen bis hin zu Asthma auszulösen. Zu allem Übel blüht die Ambrosia erst ab August, wodurch sich die Leidenszeit der Betroffenen bis zum Herbsfrost ziehen kann.

Wie sind die Ambrosia-Samen ins Vogelfutter gekommen? Auf ungarischen Sonnenblumenfeldern wächst die Ambrosia üppig – die Samen geraten bei der Ernte zwischen die Sonnenblumenkerne und somit ins Vogelfutter.

ÖKOT-TEST rät daher dringend vom Vogelfutter ab.

Am höchsten belastet: Die Winterfit Sonnenblumenkerne der Firma Agros Trading enthielten 284,5 Ambrosia-Samen pro Kilo.

Bildquelle ÖKO-TEST

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Rückruf von Rapunzel: Schokolade enthält Krebserreger

Stiftung Warentest hat Bitterschokolade getestet. Die Sorte „Bio Negro“ von Rapunzel enthält den Krebserreger Benzpyren. Der Hersteller startet eine Rückrufaktion. Die Bitterschokolade kann im Handel abgegeben werden. Soweit so schlecht..!

Auchtung - Gesundheitsgefahr !

Als Alnatura-Kunde (der die Schoklade auch genießt) surfe ich auf die Seite von Rapunzel. Man will sich ja informieren, denn es gibt ja viele offene Fragen:

1. Um welche Sorte handelt es sich?
2. Wie gefährlich ist / war der Verzehr?
3. Wie sieht die Schokolade aus (Abbildung)?

Leider bleiben alle meine Verbraucher-Fragen unbeantwortet! Kein Hinweis auf der Startseite! Die Presse-Meldung der Stiftung Warentest datiert vom Dienstag 21. November 2007 um 22 Uhr! Jetzt ist Mittwoch 22. November 2007 – 15.30 Uhr – über 15 Stunden später findet man – oder auch KundIn – immer noch keinen Hinweis bei Rapunzel! Der Lei(d)spruch bei Rapunzel ist: „Wir machen Bio aus Liebe“

Liebt ihr auch mich als Verbraucher? Dann befriedigt mich und gebt mir bitte
u m g e h e n d die Informationen die ich will..! Jetzt und sofort..!

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Angst vor dem Ertrinken

Ein Zen-Meister hatte mit seinen jungen Schülern einen Ausflug gemacht.

Zur Rast setzen sie sich an das Ufer eines Flusses, das steil hinab ging.

Einer der Schüler fragte: „Sag Meister, wenn ich nun abrutschen würde und in den Fluss falle, müsste ich dann ertrinken?“

„Nein“ antwortete der Meister „Du ertrinkst nicht, wenn du in den Fluss fällst – du ertrinkst nur dann, wenn du drin bleibst.“

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